Sep 2008
Profilierung des Monitors
Nach der Kalibrierung wird im zweiten Schritt die Farbwiedergabe des Displays gemessen.
Die Software spielt ein perfektes Rot = RGB (255,0,0) vor. Das Messgerät stellt fest, dass der Monitor den Wert CIELab (0.71, 0.23) anzeigt. Aus der Abweichung von der Norm erstellt die Profil-erzeugende Software das Profil, das in einem Systemordner gespeichert wird. Programme, die das Profil auswerten, öffnen das Profil des Monitors, lesen das Profil des Bildes und transformieren das Bild in den Arbeitsfarbraum des Programms.

- Das Monitor-Messgerät misst die Farben in den verschiedenen Helligkeitsstufen, um die Tone Reproduction Curve anzulegen.
Hardware-kalibrierbare Monitore

- Die Anpasung der Videokarte fordert Opfer in Form von tonalen Stufen – ähnlich wie der der Helligkeitskorrektur durch die Gradationskurve.
Je größer die Defizite des Monitors, desto geringer wird die Wiedergabequalität, denn die Korrektur erfordert die Komprimierung von tonalen Stufen zugunsten der fehlenden Stufen. Wenn also das Rot bei rgb(255,0,0) nicht der Norm entspricht, muss es durch die erste erreichbare Stufe ersetzt werden. Die Anpassung erfolgt auf der Videokarte des Computers mit Hilfe der Video-LUT (Look-up-table).
Hat der Monitor z.B. einen Weißpunkt von 7000 Kelvin und ein Gamma von 2.3, muss das Profil auf 6.500 Kelvin und ein Gamma von 2.2 herunter gerechnet werden. Dabei gehen tonale Stufen effektiv verloren.
Hardware-kalibrierbare Monitore weisen Justagemöglichkeiten für den Weißpunkt und die Luminanz auf und steuern dafür eigene Steuerstufen bei. Damit lässt sich der Monitor näher an das Ziel führen.
Bei Hardware-kalibrierbaren Monitoren steuert die Kalibrier-Software den Monitor direkt an und speichert die Korrekturwerte in einer Look-up-table (LUT) ab. Die Grafikkarte wird weiterhin linear angesteuert – so bleiben alle 256 Tonwerte erhalten (falls bei einer hohen Anzahl von Abweichungen die LUT des Monitors genügend Speicherplätze hat).
Monitor-Messgeräte für die Profilerstellung
Achtung: Saugnaft! Die Saugnäpfe der alten Modelle, die noch für Röhrenmonitore gedacht waren, können einen TFT-Monitor beschädigen. Also immer gut aufpassen, dass sich das Farbmessgerät nicht auf dem TFT-Monitor ansaugt.
Damit das Farbmessgerät möglichst gut und fest auf dem Monitor setzt, haben die meisten Exemplare ein Gegengewicht. Besonders gut zu handhaben ist das allerdings auch nicht. Dafür aber lassen sich TFT-Monitore meist gut kippen: Monitor nach hinten kippen, damit das Messgerät gut hält.
Dreibereichsverfahren: Kolorimeter
Kolorimeter zerlegen das gemessene Licht wie unsere Augen in die drei Grundfarben.
Kolorimeter können nur den Monitor ausmessen, aber eignen sich nicht zur Profilierung von Druckern.
Spektralverfahren
Zerlegen das Licht durch einen Filter oder ein Prisma in viele kleine Segmente, i.dR. in 20 bis 40 Bänder mit etwa 20 bis 10 nm Breite. Nicht unbedingt besser als Kolorimeter wenn es um das Ausmessen des Monitors geht. Können aber auch Beamer und Drucker profilieren.
Messgeräte Übersicht
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| Quatro Erstellt nur Monitor-Profile Bei Colorklinik gesehen für 175 EUR |
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| Ugra Display and Analysis and Certification Tool integriert (U-DACT zur Kontrolle der Monitorkalibrierung) | |
| X-Rite i1 Pro | |
| X-Rite huey | Beurteilung im digitalmedia Blog bei oeillynet.com |
| X-Rite i1 Display 2 |
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